Copyrigth u.a. auf alle Fotos u. Texte: Greta Hessel
greta.hessel@t-online.de
Die eigene Lebensphilosophie finden
Nach Schopenhauer sind die größten Feinde des menschlichen Glücks: Schmerz und Langeweile (Sicherheit und Überfluss). Er sagt: „ Denn je mehr einer an sich selber hat, desto weniger bedarf er von außen und desto weniger auch können die übrigen ihm sein.
Nach Schopenhauer schützt einintellektuelles Leben nicht nur gegen Langeweile, sondern auch gegen die Folgen. Man soll versuchen, den Plan seines Lebens zu verstehen, zu wissen, was man will und was für sein Glück das Wesentlichste ist. Erkenntnis darüber bekommen, welches sein Beruf, seine Rolle und sein Verhältnis zur Welt sind.
Den richtigen Weg wählen (es gibt tausend Abwege),und die Aufmerksamkeit teils in die Zukunft, teils in die Gegenwart lenken.
Die Leichtsinnigen leben zu sehr in der Gegenwart, die Ängstlichen und Besorglichen in der Zukunft. Die Gegenwart allein ist real und gewiss, die Zukunft fällt fast immer anders aus. Man soll die verfehlten Hoffnungen, die Gegenwart nicht „verdrießlichen Gesichtern versauen“[1], oder Verdruss über das Vergangene, und sich die reale Zeit so angenehm wie möglich machen.
Der Mensch genießt sich selbst. Es kommt nicht drauf an, was dem Menschen im Leben begegnet und widerfährt, sondern, was er empfindet, die Persönlichkeit und sein Wert ist das Unmittelbare zu seinem Glück und Wohlsein. Jedoch die moderne Frau bezieht ihre Identität aus dem Warenarsenal der Industriegesellschaft. Ein selbstbegrenzter Lebensstil bedeute keinen Verlust, sondern eher eine Steigerung an Lebensintensität.
Seit jeher wurde den Frauen das Denken abgesprochen. Schon Aristoteles meinte, dass das Weib weniger klug sei, als der Mann, auch das Chaos und die Finsternis galten nach den Griechen als das schlechte weibliche Prinzip und Platon ging soweit, dass er die Frauen mit „nichtseiender Materie“ verglich. Philosophinnen wurden einfach aus der Geschichte gestrichen!
Nichts desto trotz denken Frauen seit Tausenden von Jahren die Welt wie sie sie sehen und geben dieses Gedankengut weiter.
Was weibliches Denken beinhaltet und wie es sich in unserer heutigen Gesellschaft ausdrückt ist die zentrale Fragestellung unseres Seminars.
Dieses Seminar soll:
Ø die Lust am Denken fördern, Ø Fragen an das Leben stellen, Ø Orientierung geben und Lösungsansätze bieten, Ø philosophisches Interesse in Bezug auf Weisheits- und Sinnsuche wecken Ø und Freude am gemeinsamen Gespräch bringen.
Philosophische Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Weibliches Denken zwischen Weisheit und Vernunft -Pilosophieren aus weiblicher Sicht: Denken, Fühlen, Erleben -Weibliches Denken und weibliche Praxis heute,Identität und Weiblichkeit
„Es ist mein Anliegen Philosophie unter die Menschen zu bringen“, so Greta Hessel, die unterstützt durch die Volkhochschule, versucht die verwissenschaftliche Philosophie mit der ursprünglichen weiblichen Weisheit zu verbinden.
In den Clementinen wurde Sophia als das All-Mütterliche Wesen, die Königin und die Dame der Weisheit bezeichnet. Sie implizierte das geheime Wissen.
„Philosophie im Sinne einer Weisheitsliebe hat es im Abendland noch nicht gegeben. Wissenschaftlich Philosophierende unterwarfen sich auf ihren Denkwegen dem beschränkten Logos. Logos meint ein Suchen nach Wahrheit lediglich mit Begriffen, die nach einer bestimmten Logik geordnet werden. Es ist ein geregeltes und reglementiertes Denken, das auch den Namen Vernunft erhalten hat. Vernunftdenken ist eine Art ‚Mathematik mit Wörtern“, so Annegret Stopczyk. Sie ist die erste deutsche Philosophin, der es gelingt, abseits akademischer Institutionen eine eigene Philosophie zu entwickeln, die Denken, Fühlen und Erleben verbindet. Diese weiblichere Art des Selberdenkens, das die Konfrontation mit dem konkreten Alltagsleben nicht scheut, kann Frauen wie Männer gleichermaßen bereichern.
Wer denkt schon selber? Ist es nicht so, dass uns ständig vorgeschrieben wird, was wir zu denken haben? Was heißt eigentlich denken? Wann fange ich an zu denken, und nicht vorgedachtes nachzuleben? Wie wird eigenständiges Denken gefördert?
Es für den modernen Menschen zur alltäglichen Notwendigkeit geworden, das Chaos um ihn herum zu ordnen. Wir sind damit beschäftigt hinter dem Vielen das Eine zu suchen.
Chaos aber bringt Unordnung im gesamten Lebensbereich und nach der traditionellen chinesischen Philosophie, schlechtes Cha.
Stagnation macht krank, es entstehen Energieblockaden. Das beeinträchtigt uns nicht nur energetisch, sondern auch physisch und psychisch. Schlimmstenfalls kann sich eine Person zu einem sogenannten „Nessie“ entwickeln, das sind Menschen, die nichts mehr wegwerfen können und in ihrem eigenen Müll verkommen.
In diesem Seminar lernen wir uns zu trennen, von dem Alten, Unbrauchbarem, auch von seelischem abgelagertem Müll, der unsere Weiterentwicklung behindert.
Was wir im Außen aufräumen, bringt auch inneres Festgefahrenes wieder in Bewegung. Ein Stück Vergangenheitsbewältigung schafft Platz für Neues und bringt die Lebensenergie in Fluss.
Ziel des Seminars: Reduktion auf das Wesentliche im Leben.
Wir reisen in die inneren Räumen, um herauszufinden: was ist für mich wichtig? Was brauche ich um glücklich leben zu können? Was passt nicht mehr in mein Leben?
Klarheit und Struktur, Ordnung, Durchblick, Übersicht und Orientierung in sich zu finden und in seinen inneren Räumen zu gehen um unbewusste, unordentliche, überfüllte Räume zu leeren, um neuen Dingen Platz zu schaffen. Das bringt gezielte Klärung in allen Lebensbereichen.
Mitzubringen sind: unliniertes Papier, Lineal, Buntstifte, Kugelschreiber oder Füller, eine Decke, ein Kissen, wenn nicht vorhanden.