PHILOSOPHISCHE PRAXIS

 

W A S  I S T  P H I L O S O P H I S C H E   P R A X I S

„Die Philosophen kommen: Schnelle Hilfe im Alltag.

Die klassischen Denker outen sich als moderne Berater.“ (aus: Journal für die Frau).

  „Für die Philosophen war es von jeher selbstverständlich, Antworten auf die Frage zu geben, die heute Psychologen, Esoteriker, Seelsorger und Lifestyle-Experten beschäftigt: Was brauche ich im Leben wirklich, um glücklich zu werden? Die westliche Philosophie stand ebenso wie die spirituell orientierte östliche im Dienst der Weisheit.“ (Robert Zimmer)

 Es gibt mittlerweile rund 70 Philosophische Praxen in Deutschland. Die erste Philosophische Praxis als „professionell betriebene philosophische Lebensberatung“ (Odo Marquard) wurde 1981 in Bergisch-Gladbach gegründet. Diese Idee hat eine rasche Verbreitung gefunden und auch mittlerweile internationalen Charakter. Nationale Verbände für Philosophische Praxen gibt es mittlerweile in Deutschland, Frankreich, Holland, Israel, Kanada und den USA. Die Philosophische Praxis grenzt sich aber ab von der Psychotherapeutischen Praxis, insofern diese mit „kranken“ Menschen arbeitet und der Philosoph mit „Gesunden“.

Dieses Seminare sollen:

Ø die Lust am Denken fördern,

Ø Fragen an das Leben stellen,

Ø Orientierung geben und Lösungsansätze bieten,

Ø philosophisches Interesse in Bezug auf Weisheits- und Sinnsuche wecken

Ø und Freude am gemeinsamen Gespräch bringen.

Philosophische Kenntnisse sind nicht erforderlich. 

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DENKEN HILFT!

(aus: FINANCIAL TIMES vom 8.10.2004)
Von Nele Husmann


Von wegen dumme weiße Männer: Viele Amerikaner diskutieren in Philosphierclubs. Und von Descartes und Laotse können auch deutsche Manager lernen.
Die Suche nach tieferen Gesprächen ist nicht auf Amerika beschränkt. "Was boomt, ist die Frage nach Sinn", sagt Peter Vollbrecht, der im Süddeutschen philosophische Cafés organi- siert und philosophische Reisen leitet. "Die

Antworten der Psychologie führten zu einem extremen Kreisen ums eigene Ich. Die Philosophie geht weit darüber hinaus." Greta Hessel, die regelmäßig philosophische Cafés im Hotel Quellenhof in Baden-Baden ausrichtet, beobachtet dasselbe: "Die Kirche versagt, die Esoterik ist vielen zu abgehoben, bei der Suche nach Antworten bleibt die Philosophie."Das merken auch Manager in Deutschland. "Unternehmens lenker stehen unter Leistungsdruck, der krank machen kann, wenn sie  keinen Ausgleich haben. Die üblichen Seminarangebote helfen wenig bei der Suche nach Werten", sagt Hessel. Der Projektdesigner Joachim Gehrke, der Hotels saniert, fand im philosophischen Café von Greta Hessel in Baden-Baden nicht nur anregende Gespräche, sondern auch ein neues Konzept für das Hotelgewerbe: "Diese inspirierenden Treffen gaben mir die Initialzündung: Ich will eine Kette von Literaturhotels entwickeln", sagt der Designer. "Das soll Leute anziehen, die über sich und andere nachdenken."

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radio//Fri Talk

19.6.2006 von 17-18 Uhr

Porträt einer Lebenskünstlerin

Julia Paganini im Gespräch mit Greta Hessel

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So schreibt das

BADISCHE TAGBLATT:

Greta Hessel diskutiert mit Gästen über Glück, Liebe, Gott und Tod. Ein Kulturexportschlager aus Frankreich hat, so die VHS in einer Pressemitteilung, mittlerweile auch Baden-Baden erreicht. Seit einem Jahr engagiert sich die studierte Philosophin Greta Hessel für ihre Idee, nach dem Vorbild der von Marc Sautet
1972 in Paris gegründeten "Cafè philos" ähnliche Treffen vonphilosophisch Interessierten in Baden-Baden zu etablieren.

Das philosophische Cafe, das in einigen deutschen Städten, vor allem in der Hauptstadt Berlin, regen Zulauf verbucht, findet nun
– im Rahmen des VHS-Programms – an drei Orten statt: als
"Philosophisches Cafe" im Cafe König, als "Philosophischer Künstlerstammtisch" im Kunstkaufhaus und als Philosophischer Gesprächskreis im Restaurant "Medici". Baden-Baden eignet sich für die Belebung dieser nichtakademischen Philosophie Tradition bestens, meinen die Veranstalter.

Ähnlich wie der Philosoph Friedrich Nitzsche, der vor mehr als hundert Jahren der Universität Adieu gesagt habe, um mit Kurgästen in Sils Maria zu philosophieren, so die VHS, verabschiedete sich die Fotojournalistin Greta Hessel im Alter von 36 Jahren von einer Welt der Mode, um Philosophie zu studieren: Ausstieg zu einem neuen Einstig. Später gab die Berufene nach Ehe und mit Kind der Sehnsucht nach Baden-Baden nach, wo sie zwischen ihrem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr einfach glücklich gewesen war. Mit Gästen in Baden-Baden "praktische Philosophie" zu betreiben, ist ihr Weg und Ziel. Eine Aufgabe sieht die Philosophin (orientiert am Pariser Modell) darin, als Moderatorin durch die Gespräche zu führen. Dabei geht es um die klassischen Fragen nach dem Glück, der Liebe, nach Gott und dem Tod - und nach dem Denken selbst.
"Praktische Philosophie", das heißt für Greta Hessel vor allem auch, ihre Befähigung und ihr Wissen einzusetzen, um zum Denken anzuregen, Fragen zu beantworten, Quintessenzen zu ziehen und Lebensregeln an die Hand zu geben. Bei den Treffen ist willkommen, wer sich angesprochen fühlt. Ein philosophisches Vorwissen ist nicht erforderlich.